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Er fragt – Sie fragt

Er fragt Sie – Videospiele

Unsere beiden Autoren eint ein Wunsch: Das andere Geschlecht zu verstehen. “Schnurzelburzel” und “Honigmäulchen” stellen sich in dieser unikaten Serie regelmäßig Fragen, deren Antworten die Gemütslagen, Vorstellungen und Gedankengänge des anderen Geschlechts erhellen sollen. Diese Woche:

„Wie steht ihr zu Videospielen?“

Lieber Schnurzelburzel,

ich gebe zu: Das letzte Mal als ich konzentriert ein Videospiel auf einer Spielekonsole gespielt habe, war wahrscheinlich vor meiner Pubertät, meine missglückten Versuche, mich mit der Wii anzufreunden ausgenommen. Videospiele sind für mich heutzutage reine Ballerspiele oder Planspiele, bei denen man eigene Burgen oder gleich seine eigene Welt aufbaut. Du siehst, viel habe ich damit nicht am Hut.

Instagram statt Super Mario Kart

Wenn ich meinem Alltag entfliehen oder nur entspannen möchte, so mache ich das nicht, indem ich auf einem Controller rumdrücke und nur darauf warte, bis ich auf den Gegner zielen kann. Ebenfalls ziemlich öde finde ich Fußballspiele oder andere Sportarten auf der Konsole. Diese Spiele reizen mich nicht, im Gegenteil: Für mich ist es langweilig. Ich kann dir nicht genau sagen, ob ich zu alt dafür geworden bin (denn früher bin ich gerne mal das ein oder andere Snowboard- oder Super Mario Kart-Rennen gefahren) oder ob es mittlerweile andere Dinge gibt, um sich zu beschäftigen, aber – egal ob zur Entspannung oder gegen Langweile – ich greife viel lieber auf Bücher, Musik und Serien zurück oder schnappe mir mein Handy und checke Instagram, Snapchat, Twitter & Co.

Vielleicht konnte man mir bisher noch kein Spiel bieten, in dem ich voll und ganz aufgehe, aber, soweit ich das bei deinen Kollegen sehe, liegen die Ballerspiele weit vorn – und die sind für mich Zeitverschwendung. Ganz verstehen kann ich tatsächlich nicht, wieso ihr mit großen Waffen im leeren Industriegebiet herumlaufen wollt und auf Menschen zielt.

Sieht so eure Realitätsflucht aus?

Extrem komisch und fast schon unheimlich finde ich es auch, wenn ihr während dem Zocken über Headset mit fremden, euch völlig unbekannten Personen aus der ganzen Welt sprecht und Pläne schmiedet. Aber nun gut, wenn es das Spielen für euch interessanter und dynamischer macht, bitte.

Was für mich gilt, muss aber nicht für jeden so sein. Jungs spielen nun mal gerne und das sollen sie auch, wenn sie es lieber tun als andere Dinge. Ich bin keine Heilige und werde auch nicht versuchen, euch zu einer sinnvolleren Beschäftigung zu überreden. Was wir allerdings nicht leiden können, ist, wenn ihr eure volle Aufmerksamkeit und Zeit in Videospiele investiert. Zocken ist nämlich keine Ausrede für einen Kuschelabend zu zweit.

Und somit wünsche ich dir fröhliche Spiele,
Dein Honigmäulchen.

 

 

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