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Der Silvester-Hype

Party des Jahres oder einfach ein Tag wie jeder andere?

2016 steht vor der Tür, doch wie soll man das neue Jahr begrüßen?

2016 steht vor der Tür, doch wie soll man das neue Jahr begrüßen?

Es ist Ende November, knapp fünf Wochen noch bis zum 31. Dezember und doch kommt in den meisten Unterhaltungen zwischen Studenten schon lange die Frage auf: „Hey, was macht ihr eigentlich an Silvester?“ Jedes Jahr aufs Neue erhöht sich vom 1. Januar an, Tag für Tag der Druck, einen perfekten letzten Abend des Jahres zu planen. Doch sollte das wirklich das Ziel sein? Ist die Silvesterfrage ähnlich wichtig, wie die Frage der beruflichen Ausbildung, des Heiratsantrags oder der Frage ob ja oder nein zum Bausparer? Um die Quintessenz dieses Textes vorwegzunehmen: Nein.

Der Druck der Silvesterplanung

Wenn ich an den 31. Dezember denke, verspüre ich immer eine Art Druck. Nicht die Art von Druck, die mit einer Vorfreude einhergeht, sondern eher von der Art, dass man etwas schaffen, etwas beweisen muss. Dieser, und nicht irgendein anderer Abend, muss all die Freude und Euphorie, die im vergangenen Jahr erlebt wurde, zusammenfassen und toppen. So scheint es zumindest für viele, vor allem auch in unserem Alter. Diese Einstellung geht Hand in Hand mit dem ewig währenden Credo: „Genieß die Studentenzeit, es wird die beste deines Lebens sein!“ So schön diese Zeit auch wirklich ist, wirkt es kontraproduktiv, einem bestimmten Zeitraum im Voraus einen Stempel aufzudrücken. Genauso wenig darf der 31. Dezember überbewertet werden.

Viele Studenten müssen sich zwischen mehreren Feieroptionen entscheiden

Viele Studenten müssen sich zwischen mehreren Feieroptionen entscheiden

Ob man den Abend nun mit den Freunden vom Studium, von der Schule, mit der Familie, im kleinen oder großen Kreis, Zuhause oder auf dem Gipfel des Mount Everest feiert – man darf nie vergessen, dass es ein Abend, wie jeder andere auch ist. Auch am nächsten Morgen wird man aufstehen, essen und weiter leben.

Ein Tag wie jeder andere, und doch besonders

Damit möchte ich aber nicht die Freude nehmen, die diese kalendarisch besondere Nacht mit sich bringt. Es ist schön, dass es einen Tag im Jahr gibt, an dem sich fast die ganze Welt einig ist, dass man ihn feiern und genießen soll, unabhängig von Religion oder anderen individuellen Einstellungen. Der Ursprung, die bösen Geister mit Krach zu verjagen, sollte symbolisch weiter interpretiert werden, ob mit oder ohne Knallern und Raketen. Silvester sollte allen, auch uns Studenten, dazu dienen, eine Pause von der Trägheit des Alltags zu bekommen. Ob dieser Abend dann der beste des Jahres wird, kann man im Nachhinein bewerten. Und egal wie das Urteil ausfällt, sollte man sich gerne an den Abend zurückerinnern können.

Darum bitte ich alle Studenten darum, Ruhe zu bewahren. Auf jeden besonderen 31. Dezember folgt ein 1. Januar, der das gleiche Potential hat, der schönste Tag eures Lebens zu werden. Genießt die Studienzeit, genießt Silvester und freut euch auf alles, was danach kommt!

Christian Krug

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