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Kiron – Zukunft für Flüchtlinge

Perspektive Studium

Ein Studium bedeutet für uns eine Perspektive auf eine glückliche und erfüllte Zukunft, in der wir das tun können, was wir möchten und was wir können. Ein Studium bedeutet, Talente zu fördern und Motivation zu wecken. Ein Studium ermöglicht es uns, unseren eigenen Weg zu gehen. Die Möglichkeit, den eigenen Weg zu gehen, sollte jedem zustehen. Nichtsdestotrotz sind viele Menschen gezwungen, eine andere Richtung einzuschlagen, den Weg ins Ungewisse zu wählen, aus dem eigenen Land zu flüchten. Die Zahl an Flüchtlingen, deren Weg vorerst nach Deutschland führt, wächst zunehmend. Geht es um die Erstversorgung vor Ort, ist die Hilfe vonseiten der deutschen Bevölkerung überwältigend, doch gerade jetzt ist es noch wichtiger nach vorne zu blicken und weiterzudenken.

Studenten geben Flüchlingen die Chance auf eine Zukunft

Die Kiron Open Higher Education leistet hierzu einen beeindruckenden Beitrag. Im Sommer 2014 von den Berliner Studenten Vincent Zimmer und Markus Kreßler gegründet, bietet das Flüchtlingsprojekt schon jetzt, ein Jahr später, eine digitale Ausbildung für mehr als 1000 Flüchtlinge. Kiron möchte Wartezeiten verkürzen und den Einstieg ins deutsche Hochschulsystem erleichtern. Zur Immatrikulation sind bekanntlich von Abiturzeugnis bis Ausweispapieren eine ganze Menge Dokumente notwendig. Bei Kiron können sich Flüchtlinge zunächst ohne diese Dokumente einschreiben und haben zwei Jahre Zeit, diese nachzureichen und gegebenenfalls Anforderungen, wie das Abitur oder Sprachkurse, nachzuholen. Die zwei Jahre sind dabei keineswegs verlorene Zeit, denn zahlreiche Online-Kurse von renommierten Universitäten warten darauf, von den Flüchtlingen absolviert zu werden. Bisher zählen darunter beispielsweise Kurse aus den Studiengängen Computerwissenschaften, Architektur, Wirtschaftswissenschaften, Intercultural Studies und Ingenieurswissenschaften. Diese werden von den Partnerunis im dritten Jahr anerkannt und das Studium kann dann ohne Probleme vor Ort fortgesetzt werden.

Was das Projekt im Einzelnen beinhaltet und welche Ziele Kiron erreichen möchte, erzählt uns Julia Mehr, Gründerin des Münchner Standorts, beim Open Border Kongress in den Kammerspielen. Obwohl die meiste Arbeit des Projektes online stattfindet, gibt es international verschiedene Standorte, um näher an den Studenten zu sein und diese so besser unterstützen zu können. Julia leitet neben ihrem Master in Psychologie das engagierte Team in München und war von der Idee der Kiron Open Higher Education von vornherein überzeugt.

Kiron Gründer Markus Kreßler (l.) und das neu gegründete Münchner Kiron-Team um Julia Mehr (2.v.l.)

Kiron Gründer Markus Kreßler (l.) und das neu gegründete Münchner Kiron-Team um Julia Mehr (2.v.l.)

Von Studenten für Studenten – der Student Support in München

Neben dem Aufbau des Standorts liegt der Fokus in München insbesondere auf der Unterstützung der Flüchtlinge vor und während ihres Studiums. Ob es dabei um administrative oder inhaltliche Fragen oder auch persönliche Probleme geht, das Team hat für alle ein offenes Ohr und hilft, so gut es kann. Das emPower-Programm umfasst dabei drei wesentliche Bereiche: Buddy, Lecturing und Mentoring.

Wie für jeden Ersti, ist der Studienbeginn auch für Flüchtlinge zunächst eine große Herausforderung. Deshalb sucht Kiron Buddies, die ähnliche Fächer studieren und den Kiron-Studenten außerhalb vom reinen Online-Studium zeigen können, wie ihr Unialltag und auch das typische Studentenleben aussieht. Zusätzlich sollen im Rahmen des Lecturing-Programms zukünftig qualifizierte Professoren, Doktoranden und auch Masterstudenten Kurse anbieten, die von den Studenten kostenlos besucht werden können. Im Mentoring-Programm steht zusätzlich ein Netzwerk an erfahrenen Mentoren und Ansprechpartnern zur Verfügung, die die Studenten dauerhaft begleiten und beraten.

Die reine akademische Beratung ist für viele der angehenden Kiron-Studierenden nicht ausreichend. Sie sind von traumatischen Erlebnissen geprägt und wissen nicht, wie sie sich in neuen Situationen verhalten sollen. Genau hierfür steht bei Kiron ein Team angehender und erfahrener Psychologen bereit, wozu auch Julia zählt. Bei Bedarf gibt Kiron Gelegenheiten zum Gespräch und versucht, Probleme zu lösen und zu helfen.

Perspektive Studium - mit Kiron haben Flüchtlinge eine Zukunft,

Perspektive Studium – mit Kiron haben Flüchtlinge eine Zukunft, (c) Kiron Open Higher Education

„Alan Kay said: The best way to predict the future is to invent it. Kiron is the perfect platform for these changemakers.“

Kiron ist in der Lage, etwas zu bewegen und zu verändern. Ein so großes Projekt benötigt jedoch auch eine große Unterstützung. Anfallende Kosten sollen mittels einer Crowdfunding-Kampagne finanziert werden. Langfristig sollen auch Learning Hubs für Studenten eingerichtet werden, die PCs zur Verfügung stellen und als Orte fungieren, an denen die Flüchtlinge konzentriert arbeiten können. Das Ziel von Kiron ist ein internationaler Aufbau an Partneruniversitäten, sodass die Flüchtlinge auch nach ihrer ersten Online-Ausbildung in der Nähe studieren können. Insbesondere in München sind dafür noch zahlreiche Helfer gefragt. Bei Kiron kann jeder seine individuellen Fähigkeiten einbringen und einen Teil zum Erfolg beitragen, ob als Buddy, Mentor, Psychologe oder IT-Spezialist.

Kiron bietet Flüchtlingen nicht nur eine Chance, sondern auch eine Herausforderung, ihr Leben wieder selbst in die Hand zu nehmen. Flüchtlinge erhalten auf diese Weise wieder eine Perspektive für die Zukunft und dass genau das der richtige Weg ist, zeigt jedes Dankeswort, das tagtäglich im Mailkonto von Kiron landet – ob von Unterstützern, Partnern oder Flüchtlingen selbst.

Ihr habt Lust als Buddy bei Kiron in München mitzuwirken? Dann meldet euch hier direkt bei Julia: julia.mehr@kiron.university

Christina Bacher

1 Kommentar

  1. Hallo Ich bin Usman. Ich lebe in Oberhaching. Ich möchte gern online studieren. Ich interessiere für Electric and information.jetzt lerne ich A2 und Ich habe A1 certificate in goethe. Ich habe studierent in mein heimat land Somali. Ich habe IT(information und Teachnology) gelernt aber ich habe nicht fertig Warum? weil ich have viele problem hatte.

    beschied mir bitte

    vielen grüsse

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Trackbacks/Pingbacks

  1. Jugend rettet | unikat - […] egal wie ohnmächtig wir uns manchmal fühlen – durch Projekte wie Jugend rettet und auch die Kiron University hat…

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