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Max Pett

„Max Pett“: Die vegane Alternative

Für viele ist es längst nicht mehr nur ein Trend, der gerade angesagt ist, sondern eine Lebenseinstellung: Vegane Ernährung. Doch wer auf tierische Produkte gänzlich verzichten möchte, hat es im Restaurant oft schwer. Grund genug für Anna Lena Hoenig und Peter Ludik, ein rein veganes Restaurant zu gründen, in dem jeder – egal welche Ernährungs-Vorlieben er hat – ordentlich schlemmen kann. Im „Max Pett“ kommen nicht nur Veganer auf ihre Kosten – Gerichte wie das vegane Wiener Schnitzel laden auch Fleischliebhaber ein, hier einmal etwas Neues  zu probieren. Wie das dann schmeckt, hat unikat für euch getestet.

Zum Starten: Vegane Antipasti, (c) Viktoria Lack

Zum Starten: Vegane Antipasti, (c) Viktoria Lack

Lecker: ★ ★ ★ ★ ★

Von Frühstück über Vorspeisen, Rohkost und selbstgemachtem Eis bis hin zum besagtem Wiener Schnitzel: Die Auswahl im „Max Pett“ ist groß und die Entscheidung fällt damit schwer. Zu Beginn probieren wir den Antipasti-Teller mit Bruschetta, Hummus und Auberginenaufstrich – und sind schon überzeugt. Dazu gibt es eine hausgemachte Limonade mit Minze und Aloe Vera Saft und als Hauptspeise folgt das Tofu Curry mit Mango Chutney. Alles schmeckt irgendwie neu und anders, aber vor allem eins: richtig lecker! Man schmeckt, dass hinter jedem Rezept viel Kreativität und Eigeninitiative steckt, was sich auf jeden Fall auszahlt. Auch die Nachspeisen sind nicht zu verachten: Wir gönnen uns das Schokoladenmousse mit Mangosauce und das macht nicht nur optisch was her, sondern ist auch richtig schön schokoladig – perfekt für Genießer.

 

Zum Reinlegen: Schokomousse mit Mangosauce, (c) Viktoria Lack

Zum Reinlegen: Schokomousse mit Mangosauce, (c) Viktoria Lack

Ambiente: ★ ★ ★ ★

Auch wenn das „Max Pett“ von außen etwas unscheinbar aussieht und in der eher unbelebten Seitenstraße nicht sofort ins Auge springt, ist es vor allem innen sehr schön eingerichtet: Helle, freundliche Naturfarben, schöne Sitzpolster und eine einladende Kuchentheke begrüßen den Gast beim Eintreten. Der Außenbereich ist mit normalen Standard-Tischen und Stühlen recht einfach gehalten, lädt aber trotzdem zum draußen Sitzen ein, da die Pettenkoferstraße recht unbefahren ist und man so beim Essen nicht von Straßenlärm und Autogestank umhüllt wird.

Preis: ★ ★ ★ ★ ★

Hier kommen wir zum ersten kleinen Nachteil der veganen Vielfalt im „Max Pett“: Die alternativen Zutaten und Gerichte haben natürlich auch ihren Preis. Die Hauptgerichte liegen zwischen 14 und 22 Euro, während man für Beilagen und Vorspeisen zwischen 5 und 9 Euro zahlt. Auch die Getränke beginnen bei knapp 3 Euro für ein kleines Wasser und enden mit ungefähr 7 Euro für den hausgemachten Hanfshake. Dazu muss man aber sagen, dass man keinesfalls hungrig nach Hause gehen muss und man sicher sein kann, dass die Zutaten bewusst ausgewählt wurden. Und mal ehrlich: Wo bekommt man schon Calamari aus Yamswurzel? Qualität hat nun mal manchmal seinen Preis – und dabei hält sich „Max Pett“ preislich noch im Mittelfeld nach Münchner (und veganen) Standards. Außerdem gibt es ein Wochen- und Tagesmenü, bestehend aus einer Hauptspeise und entweder einer Suppe oder einer Nachspeise, welches man schon für ca. 9 Euro bestellen kann.

Ein Gedicht: Spinat Tofu Curry mit Mango Chutney, (c) Viktoria Lack

Ein Gedicht: Spinat Tofu Curry mit Mango Chutney, (c) Viktoria Lack

Service: ★ ★ ★ ★ ★

Leider können wir für den Service nur zwei Sterne vergeben, da wir relativ lange Wartezeiten zwischen den Gängen hatten, in denen dann unsere leeren Teller unabgeräumt vor uns standen. Zwar liefen die Kellnerinnen oft genug an uns vorbei, stehts mit einem freundlichen Lächeln, abgeräumt oder nach weiteren Wünschen gefragt hat aber niemand. Erst als wir mehrmals nachfragten, bekamen wir dann unsere Nachspeise. Außerdem saßen wir draußen direkt am Eingang und bekamen so ein Gespräch zwischen den Kellnerinnen mit: „Die da draußen wollten doch auch noch irgendwas, oder?“ – „Ach ja, irgendeinen Kuchen oder so. Mach ich gleich.“ (Wir hatten 10 Minuten zuvor bestellt). Zwar waren wir beim Anblick der Sachertorte dann gleich wieder besänftigt, aber so etwas muss ja nicht sein.

People
Wer jetzt erwartet hat, in einem veganen Restaurant nur alternative Hipster anzutreffen, liegt falsch. Klar, den ein oder anderen Jutebeutel haben wir gesichtet, aber ansonsten sind die Gäste im „Max Pett“ ziemlich gemischt: Von den älteren Damen, die sich zum Kaffee treffen über den Business-Herren, der ein schnelles Mittagessen sucht bis hin zu den Studentengruppen, die sich bei einem Mango Lassi über die Prüfungszeit beschweren. Man sieht also: Hier kann jeder kommen, lecker essen und genießen – egal ob jung oder alt, in der Mittagspause oder zum Kaffeeklatsch – Veganer oder Fleischliebhaber.

Lage
Zu finden ist das „Max Pett“ in der Pettenkoferstr. 8 in 80336 München. Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln ist das Restaurant am einfachsten mit U-Bahn oder Tram (Haltestelle Sendlinger Tor) oder mit der S-Bahn (Haltestelle Karlsplatz Stachus) zu erreichen. Von beiden Stationen muss man dann ein kleines Stückchen laufen und schon ist man am Ziel angelangt. Wie bereits erwähnt, gehört die Pettenkoferstraße eher zu den ruhigeren Seitengassen und liegt dabei doch relativ zentral – perfekt also für eine kleine Auszeit vom Stadt- und Unistress.

Die vegane Sachertorte im "Max Pett", (c) Viktoria Lack

Das Highlight: Die vegane Sachertorte im „Max Pett“, (c) Viktoria Lack

Highlight

Naschkatzen aufgepasst: Wer im „Max Pett“ speist, sollte auf keinen Fall die Kuchentheke vernachlässigen! Auch wenn man es sich als Nicht-Veganer (so wie wir) kaum vorstellen kann: Die Kuchen schmecken genauso lecker, wie man es sich vorstellt – und das ganz ohne Eier oder Milch. Was sich dann genau hinter der leckeren Sachertorte verbirgt, konnten wir leider nicht herausfinden, aber wir waren sowieso zu beschäftigt, uns die saftige Schokonummer reinzuhauen. Doch auch wer sich im Sommer lieber ein Eis gönnen möchte, ist hier richtig: Eis mit Cranberry Aleo Vera Sauce, Joghurteis mit Cashews und Schokosauce, Avocadoeis – nichts scheint unmöglich. Also unser ultimativer Tipp zum Abschluss: Gönnt euch auf jeden Fall einen Nachtisch!

Viktoria Lack

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