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Katopazzo

„Katopazzo“: Schlicht und cool

Was ist das eigentlich? Da stolpert man nichtsahnend durchs Univiertel und läuft fast daran vorbei. Wären da nicht die Outdoor-Sitzgelegenheiten im Underdog-Style und diese seltsame Aneinanderreihung von Buchstaben. Was will mir dieser Name sagen und ist das hier nun Bar, Wirtschaft, Restaurant, oder Club mit gemütlichen Garten im Hinterhof? Hier kommt der ausführliche Locationcheck zu „Katopazzo“.

Lecker: ★ ★ ★ ★ ★

Die Kruste der Brotscheiben knuspert, das Brotinnere ist weich, saftig und leicht würzig und lässt sich wunderbar in die hausgemachte Hummuspaste tunken. Die Linguine Pesto wandert wie von selbst von der Gabel in den Mund. Salat, der beim Kuss des Messers knackt, der Salzduft gebratener Garnelen, der Hauch von Gewürzen klettert von der Nasenspitze bis zu jeder einzelnen Geschmacksknospe. Der Halloumi-Salat schmeckt knackig und mit viiiieel Halloumi, einem röschen Rösti und dem Dressing mit abgestimmter Würze und Frische. Wie das riecht –  und wie das erst schmeckt. Und der Nachtisch erst! Der Löffel dippt sacht gegen das Äußere, durchsticht den dunklen Schokorand. Verdammt lecker so ein warmer Schokokuchen!

links: Massimo - Salat mit Garnelen; rechts: Linguine mit Pesto (c) Monika Pfundmeier

links: Massimo – Salat mit Garnelen; rechts: Linguine mit Pesto, (c) Monika Pfundmeier

Ambiente: ★ ★ ★ ★

Im „Katopazzo“ trifft der Stadtdschungel nach Feierabend ab 17 Uhr auf schlichten Style, cooles Bar-Konzept auf gemütliches Restaurant, der Übergang ist nahtlos. Das dunkle Holz der Möbel lädt im richtigen Kontrast und Licht ein zum endlosen Quatschen mit Freunden an einem der Tische, ruhig und gemütlich im Garten im Hinterhof des „Katopazzo“ oder ganz lässig an der Bar. Hier bleibt man gerne bis zur nächsten Schorle, zum nächsten Bier, Wein oder lecker gemixten Cocktail. Die Musik ist entspannt und bleibt in den früheren Abendstunden im Hintergrund, später legt sie ihre Scheu ab und flirtet vor allem am Wochenende auch in lauteren Tönen.

Preis: ★ ★ ★ ★

Vorspeisen genießt ihr zwischen drei und sechs Euro; die gemischte Vorspeisenplatte für etwa neun Euro; Hauptgerichte zwischen neun und 16 Euro – sofern es auch mal ein Kalbsschnitzel oder Steak sein darf. Die Qualität ist top. Die Portionen sind groß. Die Vorspeisen sind lecker, aber nur empfehlenswert bei grooooßem Hunger, oder zu zweit dann zum Teilen. Geschmacklich bietet das „Katopazzo“ deutlich mehr, als man für diesen Preis normalerweise erwartet. Daher: Mehr als fair.

Das Katopazzo von innen, (c) Monika Pfundmeier

Das Katopazzo von innen, (c) Monika Pfundmeier

Service: ★ ★ ★ ★

Das Team von „Katopazzo“ ist auf zack – ob hinter der Bar, in der Küche oder im Service – jeder wirkt entspannt, charmant und sehr sympathisch.

People

Ins „Katopazzo“ kommt, wer gern unkompliziert gut isst – in Jeans, in Boots, in Highheels – mit Freunden zum Feiern und Quatschen, oder zum Chillen und Genießen auch mal allein an der Bar. Das Publikum ist gemischt. Natürlich aufgrund der Lage auch von Studenten besucht, doch insgesamt schneidet sich das Alter seine Scheiben ab Anfang 20 bis open end.

Lage

In direkter Nachbarschaft zur LMU. Fünf Minuten wandern meine Boots von der U-Bahn-Station Universität (U3/U6) zum Katopazzo in die Amalienstrasse 87-89. Wer länger braucht, muss mir einen Drink ausgeben!

Highlight

Ich nehme dann gern mal den Massimo, den Salat mit Garnelen. Die Wochenspecials sind seeeehr probierenswert. Da ist für jeden definitiv was dabei, probiert es aus!

Schokokuchen! (c) Monika Pfundmeier

Schokokuchen! (c) Monika Pfundmeier

Monika Pfundmeier (Gastautorin)

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