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Wie schreibe ich ein Motivationsschreiben?

Zulassungsbeschränkungen, Motivationsschreiben, Werkstudentenverträge, Bewerbungsgespräche – als Student hat man es heutzutage nicht leicht. Wenn auch ihr schon fast den Durchblick im hart umkämpften Bewerbungs-Urwald verloren habt, kommt hier die Rettung. Karriere-Coach Petra Carlile verrät jeden Monat unikate Tipps und Tricks in Sachen Bewerbung.

Folge 1:

„Für den Master-Studiengang wird ein Motivationsschreiben gefordert: Was ist das genau und worauf muss ich beim Schreiben achten?“

Petra Carlile weiß wie's richtig geht, (c) eye in the sky fotoatelier christina reisbeck

Petra Carlile weiß wie’s richtig geht, (c) eye in the sky fotoatelier christina reisbeck

Früher war ein Motivationsschreiben die „Dritte Seite“, die neben Lebenslauf und Anschreiben als weiteres Dokument in eine Bewerbung eingefügt wurde. Damit konnte man seine Kompetenzen und Fähigkeiten gezielter hervorheben oder bestimmte Sachverhalte des Lebenslaufes detaillierter erläutern. Heute werden Motivationsschreiben häufig verlangt, wenn es um die Bewerbung eines Studienplatzes geht, wie für ein Auslandssemester („letter of motivation“) oder für ein Stipendium. Nur selten auch in Unternehmen. Entscheider lesen meistens bereits aus eurem Anschreiben schlüssige Motive und treffende Anschreiben. Deswegen gilt: Nur ein Motivationsschreiben verfassen, wenn es auch ausdrücklich verlangt wird!

Aufbau und Inhalt: Kurz und knackig, bitte!

Falls ihr zu den Unterlagen kein vorangehendes Bewerbungsanschreiben beifügt, dann solltet ihr im Motivationsschreiben das Briefformat beachten: Absenderdaten, Empfängeradressfeld, Datum und persönliche Anrede einfügen. Ansonsten ist das Motivationsschreiben an keine Formatvorgabe gebunden. Versucht es auf eine Seite zu bekommen. Höchstens zwei. Wenn nicht ausdrücklich die Aufsatzform verlangt wird, rate ich zu einer übersichtlichen Darstellung – ihr tut dem Leser damit etwas Gutes. Schnell verschafft er sich einen Überblick und erkennt sofort die treffendsten Argumente, die für euch sprechen. Die Einleitung und den Schluss würde ich als vollständige Sätze formulieren, die persönlichen Fakten – die eigentliche Motivation – als Stichpunkte.

Was sind die Fakten? Bedenkt immer den Kontext (Worauf bewerbe ich mich?) und nehmt in der Auflistung der Fakten stets Bezug dazu. Fakten können zum Beispiel sein:

  • Was mich auszeichnet (und für die Stelle wichtig ist)
  • Erfahrungen, die ich mitbringe (und die für die Stelle / das Studium wichtig sind)
  • Projekte, die ich erfolgreich abgeschlossen habe (und eine wichtige Grundlage für die Stelle bilden)
  • Weshalb das Masterstudium für mich und meine Ziele wichtig ist oder warum diese Position / perfekt auf mich passt

Don’ts bei Motivationsschreiben

Eine oberflächliche, unkonkrete Darstellung eurer eigentlichen Motivation katapultiert euch direkt ins Aus. Was auch nicht geht: Infos, die ohnehin in eurem Lebenslauf ausführlich beschrieben sind. Ebenso allgemeine Standard-Floskeln wie „Hiermit bewerbe ich mich um…“, „Mit großem Interesse habe ich gelesen…“ – Finger weg davon! Hier findet ihr noch weitere Tipps für den zukünftigen Traumjob.

Ich freue mich auf eure nächsten Fragen!

Eure Petra Carlile

Unikate Unterstützung: Der Karrierecoach beantwortet eure Fragen!

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Schickt uns eure Fragen!  Mail an: karrierefragen@unikatmag.de

Andrea Hornsteiner

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