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Semesterferien: Endlich frei! Oder?

Und der Stress geht weiter

Ruhe und Erholung? Fehlanzeige

Ruhe und Erholung? Fehlanzeige

 

Die letzte Klausur ist geschrieben und durch die Hausarbeit hat man sich auch irgendwie durchgekämpft, schlicht gesagt: Der Stress ist endlich vorbei. Nachdem nun auch die Seminararbeit abgegeben wurde, fallen sämtliche Gewichte von einem ab und man fühlt sich wie neu geboren – denkt man. Aber ist das wirklich so: Die Zeit nach den Klausuren ist wie der Start in ein neues Leben? Die ernüchternde Wahrheit: Ein eindeutiges „Nein“.

Es kommt noch dicker

Zwar sind die universitären Pflichten für dieses Semester soweit erfüllt, aber der Stress hat trotzdem kein Ende. Sobald die Prüfungen geschrieben sind fällt auf, was die ganze Lernzeit über liegen geblieben ist: Die Wohnung sieht aus wie Sau, das Konto hat auch schon mal bessere Seiten gesehen und die Anmeldung im Fitnessstudio ist irgendwie die letzten Monate auch für die Katz’ gewesen. Also heißt es, sich aufraffen und den ganzen liegengebliebenen Kram in Angriff nehmen – von der Ruhe und Entspannung, nach der man sich all die Monate gesehnt hat, ist bisher nichts zu spüren. Jetzt ist die Zeit, in der es keine Ausreden gibt – zu kalt, um das schöne Wetter vorzuschieben, wie vielleicht in den Sommersemesterferien, ist es leider auch noch. Da steht man nun in dem Chaoshaufen, der sich während der vergangenen Wochen und Monate heimlich, still und leise aufgetürmt hat und versucht schnaufend, Ordnung zu schaffen und sich den Weg freizuschaufeln, um endlich im entspannten real life anzukommen.

Jetzt nach den Klausuren ist Zeit, das Chaos der letzten Wochen zu beseitigen.

Jetzt nach den Klausuren ist Zeit, das Chaos der letzten Wochen zu beseitigen.

„Willkommen im real life!“

Nur, was genau soll dieses real life denn sein? „Tja meine Liebe, das IST das real life“, so die wenig aufmunternden Worte, die vermutlich jeder zu Ohren bekommt, wenn den Eltern verzweifelt dieses „Problem“ geschildert wird. Aber es gibt kein Entkommen – jetzt, ohne die Klausuren im Rücken, die man so gut als Ausrede hernehmen konnte, um sich vor den anderen Aufgaben zu drücken, erscheinen die eigentlichen Verpflichtungen im Leben viel greifbarer. Arbeiten, aufräumen, sich um seine Zukunft oder zumindest um das nächste Semester, Praktika oder Ähnliches kümmern – das alles und viel mehr erwartet die meisten nach erfolgreichem Abschluss des Semesters. Und auf einmal waren die Klausuren dann doch nicht so schlimm und genau genommen vielleicht sogar das geringere Übel.

Pause muss sein – trotz all dem Stress

Bleibt nur zu hoffen, dass man in dem ganzen Trubel so frei ist, sich einfach mal ein bisschen Pause zu gönnen, die Pflichten Pflichten sein zu lassen und sich ein bisschen Freizeit mit Freunden und der Familie zu erlauben – wo sonst soll die Kraft für das nächste Semester herkommen? Entspannung ist letztendlich also doch der Schlüssel zum Erfolg und davon sollte man immer ein bisschen in sein Leben einbauen.

Manja Faulhaber

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