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Auf nach Thailand!

Das Paradies scheint fern und ist doch nah

Prüfung aus, Fernweh an – dieser Schalter aktiviert sich bei Studenten nach der Prüfungszeit wie von selbst. Sobald die letzte Klausur abgegeben ist, verbannen Erinnerungen an Sommer, Sonne, Sonnenschein trockene Theorien, Formeln und Paragraphen aus den Gedanken. Zumindest die Vorwahl haben wir in München mit einer Region auf der Erde gemeinsam, die dem Paradies schon sehr nahe kommt. Auf nach Thailand!

Kein Plan ist auch ein Plan

Flug, Transfer, Unterkunft, Verpflegung, Programm… Vor einer großen Reise kann die Vorbereitung zur Wissenschaft werden – muss sie aber nicht. Zugegeben: Der Flug sollte tatsächlich schon im Voraus gebucht werden. Während der knapp zwölf Stunden über den Wolken bleibt dann aber ausreichend Zeit, um einen Reiseführer zu studieren und die wichtigsten Stationen festzusetzen. Nähere Details und die endgültige Reiseroute regeln sich besser vor Ort. Dabei ist Spontanität gefragt: Ausgehend vom Flughafen in Bangkok garantiert die Infrastruktur der Thailändischen Transportsysteme Mobilität im ganzen Land. Rund um die Uhr bringen zahlreiche Busse und Züge Touristen in alle Richtungen der Halbinsel. In kleineren Städten stellen Reisebüros auf Anfrage kostenfrei Transfertaxis zur Verfügung.

Verkehrsmittel Nr.1 in Thailands Städten: Das Tuk-Tuk

Verkehrsmittel Nr.1 in Thailands Städten: Das Tuk-Tuk

Auch die Suche nach der Unterkunft fällt vor Ort deutlich leichter: Bei dem riesigen Angebot an Hotels, Hostels und Bungalowanlagen verschiedener Preiskategorien findet jeder Suchende garantiert ein freies Bett. Für geduldige Reisende bietet sich dafür ein kleiner Stadt- beziehungsweise Inselrundgang an, um die Unterkünfte direkt unter die Lupe nehmen zu können. Dabei gewinnt man auch gleich einen ersten Eindruck von der Inselr. Touristen mit weniger Ausdauer stehen englisch sprechende Thais oder Gleichgesinnte  bei der Suche zur Seite. Da selbst kleinste Bars mit freiem Wlan-Zugang ausgestattet sind, hilft bei völliger Verzweiflung auch ein Blick in Hotel-Apps von Hostelbookers oder Hostelword.

Der erste Eindruck zählt, aber mit dem Zweiten sieht man besser

Ob auf den Inseln oder dem Festland: An jeder Ecke findet man Zimmer und Betten für weniger als zehn Euro pro Nacht. Die Ansprüche sollten dabei nicht allzu groß sein – die meisten Unterkünfte sind jedoch sauber und völlig ausreichend für einen erholsamen Schlaf. Ein zweiter Blick ist allerdings ratsam: Während sich Hostels, die zunächst ordentlich scheinen, als Kakerlakenparadies entpuppen, verstecken sich hinter unschönen Fassaden oft hübsche Schatzkammern.

Gleiches gilt für Restaurants: Große, auf den ersten Blick seriöse Lokale, sind oft Touristenattraktionen mit zweitklassigem Essen, hohen Preisen und Massenabfertigung. Kleine Stände am Straßenrand, die eher einer Küchenzeile als einem Gastronomiebetrieb ähneln, servieren echte, authentische Thai-Gerichte. Mit frischem Gemüse, individuellen Kräutermischungen und schonend gegarten Fleisch- und Fischbällchen vergisst man beinahe, dass man gerade eine gewöhnliche Suppe für circa einen Euro verspeist.

Auf zu neuen Ufern

Als Tourismushochburg ist Thailand für viele Hotspots bekannt: Surfen auf Ko Tao, Full Moon Partys auf Kho Phangan, Tempelmarathon in Bangkok…

Ein Gourmettempel auf thailändisch

Ein Gourmettempel auf thailändisch

Zweifellos sind viele der berühmten Attraktionen sehenswert – viel spannender ist es jedoch, eigene Highlights zu entdecken. Anstatt sich neben Sonnenanbetern am überfüllten Strand einzureihen, eignen sich die Inseln optimal für abenteuerliche Dschungeltouren. In den noch unerschlossenen Gebieten abseits der Küsten warten wilde Ananas- und Dattelpalmen auf ihre Ernte, Einheimische gewähren Einblicke in ihren Alltag und menschenleere Buchten laden mit verlassenen, weißen Sandstränden zur entspannten Rast.

Thailänder sind anders als wir Deutschen nicht gerade für ihre Pünktlichkeit bekannt. Daher entscheiden sich viele Touristen bei der Wahl des Transportmittels für das bequemere und scheinbar verlässlichere Flugzeug. Doch wer zuletzt lacht, lacht am besten: Die Busfahrt in Thailand ist ein Erlebnis! Wo sonst begleitet der Busfahrer vor Fahrtbeginn die Plüschtier-Mitfahrer an ihre Plätze? Wo springen Fahrtgäste bei Schrittgeschwindigkeit aus dem Bus? Je nah Abenteuerlust kann man die Fahrt in den Klassen 1 bis VIP antreten. Den höheren Ticketpreis rechtfertigt sowohl die Komfortstufe, als auch der Inhalt des Lunchpakets in der Toiletten-Pause: Während VIPS die Reise gestärkt mit Obst und Gebäck fortsetzen, müssen sich Gäste der Holzklasse mit einem Jogurtdrink zufrieden geben. Bei aller Skepsis und Vorurteilen jedoch beeindruckt das Verkehrssystem durch Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit: Perfekt aufeinander abgestimmte Fahrtzeiten sorgen für einen reibungslosen Wechseln zwischen Fähre, Bus und Taxi und bringen Reisende sicher ans Ziel – wie und wann entscheidet der Zufall.

Prüfung aus – Fernweh an: Seid spontan und erkundet die Welt! Das Paradies liegt oft näher als gedacht.

Menschenleere, weiße Strände so weit das Auge reicht

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Johanna Böllmann

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