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Die Leiden des (jungen) Studenten

Die allsemesterliche Studentenqual

Kurz vor den Klausuren erscheint das bekannte Motivationstief

Kurz vor den Klausuren erscheint das bekannte Motivationstief

„Wie, der Gastvortrag kommt auch dran?!“ – ein Satz, den wohl jeder die letzten Tage und Wochen schon einmal irgendwo aufgeschnappt hat. Ja, das kann nur die gute, alte Klausurenphase sein, die uns armen Studenten das Leben schwer macht und jeglichen Spaß im „Faulenzerleben“, das uns so gerne angedichtet wird, nimmt. Lange, trübe Gesichter und zunehmend schlechte Laune sind die Folge der allsemesterlichen Studentenqual.

Vorsätze und ihre Umsetzung

Es scheint, als würde die Lebenslust mit jedem Tag abnehmen. Jedes Semester das Gleiche: „Dieses Mal fange ich schon wenn das Semester los geht mit dem Lernen an. Wenn ich jeden Tag ein bisschen was zusammenfasse, habe ich den Stress kurz vor den Klausuren nicht!“ – tja, gute Vorsätze, aber meist scheitert es dann doch an der Umsetzung. „Aber nach Weihnachten fange ich direkt an. Wirklich.. Beziehungsweise nach Silvester! Aber dann gibt’s wirklich keine Ausreden mehr.“ Wenn da nur nicht dieses Motivationstief wäre. Und wie schon in den vergangenen Semestern läuft es darauf hinaus, in den letzten Tagen und Stunden mithilfe von viel, viel Kaffee und Energy-Drinks zu versuchen, den unverschämt riesigen Berg an Vorlesungen abzuarbeiten. Um am Ende zu hoffen, mit viel Glück, dem ein oder anderen zugedrückten Auge und guter Laune seitens des Professors irgendwie durchzurutschen.

Ein Leben nach den Klausuren

Und dann, nach ein paar Wochen des Stress, des Angstschweiß und einigen tränenreichen „Oh-mein-Gott-das-schaff-ich-nie-ich-fall-durch-alles-durch!“-Nervenzusammenbrüchen ist es vorbei. Man sieht aus dem Fenster und die Sonne scheint wieder – man hat sein Leben und seine Freude zurück, und rückblickend war alles überhaupt nicht so schlimm. Mit dem Gedanken an dieses Gefühl nach den Klausuren im Hinterkopf lässt es sich viel besser lernen. Manchmal ist das alles, was einen davon abhält, sich in den nächsten Zug nach Irgendwo zu setzen und abzuhauen. Irgendwann kommt der Tag, an dem das ewige Lernen ein Ende hat – der Tag, an dem man sich schwört: „Nächstes Semester mache ich alles anders.“

Jedes Semester das Gleiche: Ein voller Schreibtisch und so gar keine Lust zum Lernen

Jedes Semester das Gleiche: Ein voller Schreibtisch und so gar keine Lust zum Lernen

Manja Faulhaber

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