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Oh du Fröhliche!?

Wie die Weihnachtszeit besinnlicher wird

Es ist doch jedes Jahr dasselbe: Die Weihnachtszeit soll Besinnlichkeit und Ruhe in den Alltag bringen – und bringt uns in erster Linie Stress. Wir schieben uns durch die überfüllten Einkaufsstraßen, ärgern uns über unfreundliche Passanten, die uns den letzten Artikel vor der Nase wegschnappen und müssen für den Glühwein am Weihnachtsmarkt in einer ellenlangen Warteschlange anstehen. Bis man sich anschließend zur Würstchenbude vorgeschoben hat (wo die Schlange mindestens genauso lang ist), sind gefühlte Stunden vergangen und das in Dauerschleife abgespielte Last Christmas hilft auch nicht mehr, um die Weihnachtsstimmung hinauf zu beschwören. Wieder zu Hause warten vermeintlich noch zu erledigende Uni-Aufgaben, wie Referate, Essays und andere Abgaben auf uns. Woher soll denn da noch Besinnlichkeit und Vorfreude kommen?

Entspanntes Stöbern am Weihnachtsmarkt – wenn nur nicht so viel zu erledigen wäre…

Entspanntes Stöbern am Weihnachtsmarkt – wenn nur nicht so viel zu erledigen wäre…

Erinnern wir uns zurück an unsere Kindheit, so stellte Weihnachten für viele das wohl schönste Fest im Jahr dar. In der Luft lag der Duft nach Plätzchen, Tannengrün und Weihnachtsleckereien und die Stimmung war voll mit Geheimnis und Vorfreude. Mit dem Erwachsenenalter gehen diese Gefühle oftmals verloren – nicht selten weiß man sowieso schon, was man geschenkt bekommt, die Vorweihnachtszeit ist stressig – und zu Weihnachten selbst fällt einem hin und wieder auch mal die Decke auf den Kopf. Was also tun? Im Folgenden findet ihr einige Gedanken, die eure Weihnachtszeit ein wenig erleichtern können.

1. Freut euch an den kleinen Dingen…

… und wenn es nur die schöne Weihnachtsbeleuchtung ist (Gedanken an Umweltschutz und Stromverbrauch müssen hier beiseitegeschoben werden). Kauft oder bastelt euch einen Adventskranz oder einen schönen Adventskalender (nach dem ersten Dezember sind diese sehr stark reduziert) und gönnt euch täglich ein paar kleine Momente, in denen ihr einfach durchatmet.

2. Seid sparsam…

… an Geschenken. Wer einen großen Freundeskreis hat und jeden einzelnen beschenken möchte, kommt schnell in Hektik – das muss ja alles noch besorgt oder gebastelt werden! Eine Möglichkeit hier Zeit und Geld zu sparen, ist es, innerhalb des Freundeskreises zu wichteln. Somit muss jeder nur eine einzelne Person beschenken, der Preis kann gerne festgelegt werden. Das ganze kann gut mit einem Gedicht kombiniert werden, in dem die beschenkte Person erraten werden muss. Diese Methode schont Nerven und Geldbeutel.

3. Erstellt einen Zeitplan…

… das klingt in erster Linie nach noch mehr Stress und Hektik. Doch gerade für unstrukturierte Studenten kann diese Methode hilfreich sein, um seine Aufgaben pünktlich zu erledigen. Als Ansporn kann man sich danach zur Belohnung einen Besuch auf dem Weihnachtsmarkt oder gemeinsames Plätzchenbacken mit Freunden vormerken. Solche Dinge machen wesentlich mehr Spaß, wenn im Hinterkopf nicht ständig noch zu erledigende Arbeiten herumspuken.

4. Shoppt entspannt…

… und meidet die Hauptverkaufszeiten. Wer in München an einem Samstag versucht, sich auf dem Marienplatz vorwärts zu bewegen, braucht oft Stunden, da dieser nun nicht nur von Touristen überlaufen ist, sondern nun auch mit Weihnachtsmarktbuden vollgestellt ist. Ein Vorwärtskommen ist da schier unmöglich. Wer in München wohnt, sollte seine Einkäufe also am besten am Anfang der Woche erledigen, oder die Innenstadt ganz meiden. Präsente sind auch gut in kleinen Boutiquen in Schwabing oder dem Glockenbachviertel zu bekommen. Oder man bleibt gleich zu Hause und sucht online nach Geschenken. Dabei muss man nicht immer auf Amazon klicken, auf DaWanda gibt es beispielsweise viele individuelle Geschenkideen zu kaufen. Eine weitere Möglichkeit, dem Trubel in der Stadt zu entgehen und zusätzlich keine Angst zu haben, dass das bestellte Geschenk womöglich nicht rechtzeitig geliefert wird, ist selbst den Kochlöffel zu schwingen. Gerade Plätzchen, selbst gemachte Pralinen oder auch Pesti lassen sich sehr einfach zubereiten und verschenken. Und das ganz ohne Gedränge in der Einkaufspassage.

Vorfreude ist die schönste Freude!

Vorfreude ist die schönste Freude!

Vielleicht war hier der ein oder andere Gedanke dabei, der eure Weihnachtszeit ein wenig erleichtern kann und dabei hilft, einen Gang zurückzuschalten und ein wenig zu entspannen. Schlussendlich sollte natürlich auch der Gedanke von Weihnachten nicht verloren gehen. Sei es der christliche Hintergrund oder aber das friedliche Zusammensein mit seinen Liebsten. In diesem Sinne wünschen wir euch eine entspannte Weihnachtszeit!

Charlotte Horsch

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