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Café Katzentempel

„Café Katzentempel“ – Der Name ist Programm

Die Stars des stylischen Cafés in der Türkenstraße sind eindeutig dessen vierbeinige Bewohner. Das Konzept ist in München einzigartig: Insgesamt fünf „Tempelkatzen“ nennen das Café ihr Reich und leisten den Gästen beim Verzehr der liebevoll zubereiteten Speisen Gesellschaft.

Lecker:

Alle Speisen (bis auf die Marmelade) sind hausgemacht und werden mit Liebe zum Detail zubereitet. Und das schmeckt man auch. Außerdem wird auf Gesundheit und eine ausgewogene Zusammenstellung der Zutaten geachtet. So werden nur Rohrzucker und Dinkelmehl verwendet und viele Gesundheitsbooster wie Matcha oder Chiasamen kommen zum Einsatz. Besonders angetan hat es uns die umfangreiche Frühstückskarte, die neben Müsliklassikern und Pfannkuchen ein Katerfrühstück mit Bohnen, Rührei und vegane Weißwürschte enthält. Unsere Favoriten sind das frischgebackene Dinkelbrot und der superleckere Auberginenaufstrich. Für die Mittagspause oder abends gibt es Salate und Sandwiches und eine wechselnde Wochenkarte, auf der Kreationen wie Pilz-Sellerie-Risotto oder Kichererbsen-Tomaten-Kokossuppe zu finden sind. Und wer nur auf einen Kaffee vorbeikommen möchte, der kann sich von einem der selbstgebackenen Kuchen, wie zum Beispiel der Avocado-Schokotorte oder dem Apfel-Kokos-Streusel verführen lassen.

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Ofenfrisches Dinkelbrot mit Auberginenaufstrich, Schoko-Nusscreme und Marmelade.

Ambiente:

Das Café ist schlicht und geschmackvoll eingerichtet und setzt auf klare Linien. Für besondere Wohlfühl-Atmosphäre sorgt die Gegenwart der Katzen, die meist auf einer der zahlreichen Sitz- und Klettervorrichtungen faulenzen oder es sich manchmal sogar auf dem Tresen bequem machen. Das Café ist definitiv nur für Katzenfreunde zu empfehlen, da die neugerigen Stubentieger schon mal auf den Schoß der Gäste springen, um sich ihre Streicheleinheiten abzuholen.

Preis:

Für den studentischen Geldbeutel ist das Café etwas teuer: Kaffeegetränke kosten zwischen drei und vier Euro, Snacks starten ab fünf Euro, Sandwiches und Hauptgerichte liegen zwischen zehn und 15 Euro. Bedenkt man aber, dass alle Gerichte hausgemacht sind und hochwertige Zutaten verwendet werden, so sind die Preise nachvollziehbar und gerechtfertigt. Außerdem gibt es Studentenspecials: Von Montag bis Freitag gibt es zwischen elf und 13 Uhr 20 Prozent Rabatt auf die Tageskarte, wenn auch ein Getränk dazu bestellt wird. Und von 14 bis 17 Uhr gibt es ein Überraschungskuchenstück für drei Euro.

Service:

Die Betreiber sind freundlich und bemüht und geben gerne Erklärungen zu den jeweiligen Speisen ab, die so manchem Besucher auf dem ersten Blick etwas exotisch erscheinen mögen. Besonders sympathisch ist, dass ihnen die Katzen merklich am Herzen liegen und nicht nur einer Marketingstrategie dienen. Häufig wird zwischendurch mit den Stubentiegern gespielt oder gekuschelt. Als Kunde sollte man darauf achten, sorgsam mit den Katzen umzugehen, andernfalls kann der Umgangston schon mal etwas strenger werden.

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Tempelkatze Saphira bewacht die Theke.

People:

Die Kombination von Katzen und vollwertigem Essen zieht ein gemischtes Publikum an. Von Studenten bis Senioren sind alle Altersklassen vertreten. Alle haben aber eines gemeinsam: Sie lieben gutes Essen und die Gesellschaft von Katzen.

Lage:

Für Studenten hat das Café in der Türkenstraße 29 die optimale Lage, da es nur einen Katzensprung von den Hauptgebäuden der Münchener Universitäten entfernt ist. Mit dem Bus (Haltestelle Türkenstraße) kann man fast bis vor die Türe fahren, aber auch von der U-Bahnstation Universität und der Tramhaltestelle Schellingstraße ist das Café innerhalb weniger Minuten zu erreichen.

Highlight:

Die Besitzer des Cafés sind nicht nur Katzenliebhaber, sondern setzen sich allgemein für Tierschutzthemen ein. So wird ein Teil des jährlichen Gewinns an Tierschutzorganisationen gespendet und auch die Speisekarte spiegelt diese Philosophie wieder: Alle Speisen sind vegan – auch wenn das bei den meisten Gerichten gar nicht auffällt. Lediglich die Bio-Kuhmilch ist auf Wunsch erhältlich. Da man außerdem zwischen Hafer- und Sojamilch wählen kann und glutenfreie Gerichte angeboten werden, ist auch für viele Allergiker einiges dabei.

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Mara Kuttler

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